Als erstes eine kurze Anmerkung zu diesem Blog: Ich habe diesen Blog erstellt, um euch von meinen Eindrücken und Ausflügen zu erzählen. Ich werde hier nichts von meiner Arbeit erzählen und auch vorwiegend Bilder ohne Personen einstellen (manche mit mir, aber keine Gruppenfotos). Erzählungen vom Arbeiten erzähle ich euch gerne seperat per Mail oder wenn ich wieder da bin, möchte darüber hier aber nicht öffentlich im Internet reden.
Nur soviel lass gesagt sein: Ich hatte eine gute erste Arbeitswoche, habe tolle Kollegen und spannende Arbeit. Ich habe mich gut eingelebt.
Nun aber zu den Ausflügen:
Heute morgen um 8.30 Uhr haben wir uns mir der U-Bahn auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Alleine diese Aktion war schon ein Abenteuer, da die Bahnen sehr voll und hektisch sind. Die Chinesen schreien schnell los und rempeln einen an. Bis jetzt haben wir uns aber immer gut durchgeboxt :-)
Angekommen am Mao-Mausoleum, erwartete uns die nächste Aufgabe: Zutritt bekommt nur derjenige, der seine Tasche abgegeben hat, eine Stunden Schlange gestanden hat, ohne die gelbe Linie, die den Wartebereich markiert, übertreten zu haben, sich ausweisen kann, kein Wasser dabei hat, nichts gefährliches bei sich trägt und leise ist. Ich übertreibe nicht - schaute nur ein Zeh über die gelbe Markierung der Warteschlange wurde man von mehreren wichtigen Sicherheitsleuten mit Megafon neben seinem Ohr darauf aufmerksam gemacht, sofort in die Reihe zurückzutreten. Nicht einmal einen Fotoapparat durfte man mit sich führen, so dass es keine Fotos von diesem Ereignis gibt. Die Belohnung dieser Hürden war folgende: 15 Sekunden mit der (angeblich echten) Mumie von Mao in einem Raum. Leise durfte man an dem bewachten, toten Mao vorbeigehen und ihn anschauen - und schwups! war man wieder draußen. Ich glaube, dass die Mao-Mumie in Wahrheit eine Wachsfigur war, die Chinesen aber beteuern seine Echtheit. Nun gut, alles zusammen war es ein lohnenswertes Erlebnis, vor allem des Verhaltens der Chinesen wegens: Hektisch, schreiend, herrisch. Wir haben aber auch freundliche Chinesen in der Reihe getroffen, die uns sehr interessant fanden mit unser hellen Haut und unser eigenartigen Sprache - langweilig wurde es nicht :-)
Danach ging es zum nahe liegenden Statdplanungsmuseum. Beijing zeigt hier seine Vision und wie sich die Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat. Es ist keine wirklich Botschaft herübergekommen, aber ein toller Eindruck über die große der Stadt ist hängen geblieben, da ein großes Stadtmodell vorhanden war.
Nach der Mittagspause in einem leckeren chinesischen Restaurant (wir gehen hier fast ausschließlich essen, da es vielfältiger und billiger als kochen ist), ging die Tour weiter zum Art District. Das ist ein Viertel voll von alten Fabrikhallen, die nach und nach renoviert werden und von Beijings Künstlern zu Galerien umgewandelt werden. Ein toller Platz! Überall sind die verschiedensten Bilder in den abgefahrensten Gebäuden zu entdecken, die verrückteste Kunst ist dort zu sehen.
Morgen früh geht es in die Drachenschlucht. Ein Bericht darüber folgt sobald wie möglich.
Liebe Grüße, eure Anna
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