Sonntag, 5. September 2010

Beihai-Park, Houhai und Jingshan Park - viel Grün und Wasser!

Ni hao!
Dieses Wochenende waren wir viel draußen und haben dieses Mal die Parks und Seen in der Mitte von Beijing entdeckt - ein Traum! Los ging es Samstag nachmittag mit U-Bahn und einstündigen Spaziergang quer durch Beijing bis zum Beihai-Park. Ein großer Park mit zwei Seen und viel Grün, umrundet von einer großen Mauer, so dass darin eine abgeschottete, ruhige Welt herrscht. Man kann auf einen Hügel zu einer "White Dagoba" mit einem kleinen Tempel aufsteigen, auf Bänken die Ruhe genießen oder ein Boot mieten.









Wir haben uns zu allererst für ein Eis entschieden :D



und haben dann mit dem kurzen Aufstieg bekommen. Die Sicht war in Ordnung, es gab etwas Smog, aber ein bisschen konnte man sehen. Oben angekommen sahen wir dann auch den sogenannten Kohlehügel, den wir uns für den Sonntag vornahmen, also später dazu mehr.



Verlässt man den Park später nördlich, gerät man in die Hutongs von Beijing-Mitte. Hutongs sind die Gebiete, in denen die normalen chinesischen Arbeiter wie Taxifahrer, Bauarbeiter etc. wohnen. Kleine betonierte graue Hütten mit Wasser und Strom, allerdings bezweifle ich, dass es dort eine Heizung gibt. Durch diese Gassen sind wir durchgelaufen und haben dort eine neues Bild von Beijing gewonnen, welches im Gegensatz zu den Wolkenkratzern in der City steht. Wir wurden freundlich akzeptiert und interessiert begutachtet, so dass beide Seiten Spannendes zu sehen hatten. Von dort ging es weiter nach Houhai, das anliege Viertel mit weiteren zwei Seen, an deren Ufern viele Restaurants und Bars sind. In der Nacht ist hier High Life und es ist ein toller Ort! Gute Stimmung, schöne Beleuchtung, Dachterrassen mit Blick auf die Seen - traumhaft! Die Fotos sind nicht optimal, geben aber einen Eindruck.





Um unseren Vorsatz vom Samstag einzuhalten, ging es am nächsten Tag in den Jingshan Park zum Kohlehügel. An sich hat man von dort einen fantastischen Blick über Beijing, aber aufgrund eines sehr smoghaltigen Tages sieht man leider nicht viel. Trotzdem ist die verbotene Stadt im Hintergund zu erkennen.



Von dort ging es zurück in den wunderbaren Park von Samstag - dieses Mal: Das andere Ufer entdecken und Boot fahren!





Sehr wenige Chinesen haben hier einen Garten oder gar einen Balkon, so kommt es, dass Familien, Paare und Freunde am Wochenende die Parks aufsuchen und dort gemeinsam ihre Zeit verbringen. Viele singen und tanzen und jeder darf mitmachen, so kam es einmal zu einen 100 (!!!)-stimmigen Chor. Eine tolle Atmosphäre! Außerdem stehen viele Bäume ähnlich wie Trauerweiden an den Ufern, die für die Chinesen als Symbol eines guten Parks stehen. Aus den Blättern binden die Chinesinnen Kränze, was meine liebe Freundin Ann Katrin hier auch gleich für uns ausprobiert hat :-)




Von singenden Chinesen begleitet ging es zum Bootsverleih, um eine Stunde auf dem See herumzuschippern und das Leben zu genießen...



Ich sag euch: Solltet ihr eines Tages im Frühling, Sommer oder Herbst in Beijing sein, dann schaut euch diese Parks an. Ich bin begegeistert von der dort herrschenden Ruhe und Natur mitten in der Stadt sowie vom geselligen Leben der Chinesen.
Nächstes Wochenende geht es in die Steppe und in die Wüste der inneren Mongolei!
Ich grüße euch alle herzlich! Eure Anna

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