Weiter geht es mit einem Bericht über fünf Tage auf Hainan :-)
Nach fünf Tagen in Shanghai sind Jan und ich weiter nach Hainan geflogen. Hainan ist eine Insel südlich von China, welche oft auch "Chinas Hawaii" genannt wird. Bekannt ist die Insel für weiße Sandstrände, Palmen und subtropisches Klima. Wir sollten Hainan auf eine andere Art und Weise kennenlernen...
Als wir ankamen, goss es in Strömen und die gesamten Straßen waren überflutet. Wir dachten uns noch nichts schlimmes und suchten helle Flecken am Himmel, um uns auf die Sonne freuen zu können. Doch der Regen hörte nicht wirklich auf. So beschlossen wir nach Einrichtung in unserem Hostel uns erst einmal um unser Weiterreise am nächsten Tag zu kümmern. Geplant war weiter Richtung Westen in den Regenwald zu fahren, um von dort aus in die Inselmitte in die Berge zu reisen, dann die Ostküste zu besichtigen (sehr berühmt für wunderbare Küsten und Landzungen) und von dort dann schließlich weiter nach Haikou im Norden zu fahren, von wo unser Rückflug nach Shanghai bzw. Peking gehen sollte.
Die Bustickets zu unserem ersten Ziel bekamen wir auch ohne Probleme. Na gut, etwas schwer war es schon, weil es auf Hainan überhaupt gar keine lateinischen Buchstaben gibt, sondern wirklich ALLES auf chinesisch ist und dort auch keiner Englisch kann. Doch mit ein paar Schlüsselwörter aus dem Chinesischen, Bildersprache sowie der Stadt in chinesischen Zeichen gelangten wir zu unserem ersten Busticket. Diese Chance wollten wir nutzen und wollten auch gleich das Folgeticket kaufen, um vom Westen in die Berge fahren zu können. Das erwies sich schon als schwieriger, aber mit lauten Rufen in den Busbahnhof rein, erschien irgendwann eine Frau, die etwas Englisch konnte und uns so weiterhalf. Trotzdem bekamen wir am Ende ein falsches Ticket, was wir aber es später merkten. Also planten wir um... Wir ließen den Regenwald Regenwald sein und wollten direkt an die Ostküste fahren, da dort schönes Wetter vorausgesagt war.
Zurück also zum Busbahnhof und versuchen, ein Ticket zu bekommen. Beim Nennen unser Wunsch-Ankunftsstadt bekam die Verläuferin allerdings nur große Augen und wiederholte immer wieder "Mei you mei you" (kein kein). Wir verstanden nur Bahnhof - wir waren uns sicher, dass Busse fuhren und es konnten doch nicht alle ausgebucht sein! Irgendwann erschien ein junger Chinese an unserer Seite, der den Dolmetscher spielte: In den Osten könne man momentan nicht fahren, sagte er, kein Bus gäbe es. Warum, wollten wir wissen und es kam die ernüchternde Antwort, dass der strömende Regen von heute schon seit Tagen andauerte und das größte Unwetter seit 60 Jahren auf Hainan darstellte. Alle großen Zugangsstraßen zum Osten wären überflutet, die Dörfer unpassierbar. Aha, darum also kein Bus!
Ein Anruf bei unserem im Voraus gebuchten Hotel bestätigte alles. Wir könnten ohne Probleme stornieren, hieß es. Wenn wir gerade einen Platz mit Dach überm Kopf und Essen hätten, sollten wir auch lieber dort bleiben, als versuchen, doch irgendwie an die Ostküste zu gelangen, erklärte uns die Hotelbesitzerin. Sie sei die letzten zwei Tage von der Außenwelt abgeschnitten gewesen....!!
Gut, was jetzt? Wir beschlossen einen weiteren Tag in unserer weniger schönen Ankunftsstadt Sanya zu verbringen, da der Regen auch etwas nachließ. Wir ließen uns zum Strand der fünf Sterne Hotels, 15 km außerhalb der Stadt fahren und verbrachten dort unseren zweiten Tag. Es regnete fast gar nicht und durch das durchgehend subtropische Klima wurde einem auch nicht kalt. Sogar im Meer haben wir gebadet :-)
Nach dieser Ausweichmöglichkeit setzen wir am dritten Tag dann doch einen Teil unseres Planes um und fuhren in die Inselmitte, mitten in die Berge. Ein Traum!! Unser Hotel lag am Stadtrand der kleinsten Stadt chinas und wir konnte zu Fuss eine Lehmstraße mitten in die Dörfer und Reisterrassen von Hainan hinunter laufen. Es war wundershcön, sehr idyllisch, aber auch sehr realistisch. Wir wurden von den Kindern belagert, die uns immer wieder zuriefen und sich sehr freuten, wenn wir ihnen zuwinkten. Sie wirkten glücklich und zufrieden, was mich sehr beruhigte. Wir hatten in Sanya zuvor schlimmere Armut gesehen: Kinder, die auf alten vergammelten Kuttern unter Brücken lebten und barfuss durch den Schlammfluss liefen, um am Ufer etwas Trinkwasser zu holen. Traurig sahen sie aus...
So erfreute mich dieser Anblick umso mehr und es war toll, die Kinder sich so freuen zu sehen! Wir liefen gute 1,5 Stunden die Straße entlang und danach dann alles in die Stadt zurück. Dort ging es weiter ins Stadtzentrum und rein in die immense, aber doch verlassen wirkende Universität. Das Gebäude war ursprünglich als Regierungsgebäude gedacht und in einer derart angemessenen Größe gebaut worden. Die Regierung wurde nur sehr schnell vom Kommunismus gekippt und so bekam die Uni das Gebäude, welches auf einem Berg über der Stadt liegt. Von dort liefen wir eine immer schmaler werdene Betonstraße hinauf, die uns in den wirklichen Regenwald führte. Überall Schmetterlinge, Palmen, viel Grün und Bananenbäume. VOm Weg führten Trampelpfade zu kleinen Hütten, in den Menschen wohnten. Eine ungewohnte und sehr spannende Atmosphäre.
Wir genossen nach der Wanderung abends ein leckeres Essen im Hotel und machten uns an unserem vierten Tag auf nach Haikou. Auch hier eine sehr hässliche Stadt (wie Sanya auch schon) - es lohnt sich wirklich nur die Küste bzw. die Regenwälder im Inselinneren. Doch die Altstadt von Haikou war spannend: Viele europäische Bauten, teilweise sehr verfallen, welche gut für eine Filmkulisse gedient hätten. Wir schauten uns das Viertel abends an und fuhren mit einer Rikscha nach Hause - toll diese Dinger :) !
Abends aßen wir eine nach Landesart speziell zubereitete Ente und Fische, die sehr lecker waren. Ein toller Abschluss!
Nach der vierten Nacht hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen von Hainan und voneinander. Doch wir hatten zehn wunderbare Tage und haben viel erlebt!
Der nächste Trip ist Mitte November geplant: Dieses Mal geht es nah Guilin...
Ansonsten werdet ihr jetzt nicht mehr jedes Wochenende von mir hören, da uns das normale Leben und vor allem auch das Arbeitsleben hier eingeholt hat und wir so an manchen Wochenende auch einfach mal nichts machen, außer schlafen, ausruhen und etwas in der Stadt rumzulaufen. Ich halte euch aber trotzdem auf dem Laufenden - es wird schon noch einiges zu berichten geben.
Als letzter Satz nun der Hinweis, dass ich schon Halbzeit habe. Die Zeit verfliegt hier!!!
Ich grüße euch alle herzlich! Bis bald, eure Anna
PS: Fotos folgen ein anderes Mal.
Donnerstag, 21. Oktober 2010
Shanghai!
Hallo ihr Lieben!
Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder, um euch von fünf gemeinsamen Tagen mit Jan in Shanghai zu berichten.
Wir haben viel erlebt - wo also anfangen?
An unserem ersten Tag ging es zur EXPO, die noch bis Ende Oktober in Shanghai zu besuchen ist. Gigantisch trifft es wahrscheinlich am besten... Ein irre großes Gelände erwartete uns mit "nur" einer Besucherzahl von 450.000 Besuchern. Momentan sind über eine Million Besucher normal. Doch auch schon bei uns musste man für jeden Pavillion MINIMUN drei Stunden anstehen, meistens mehr. So haben wir uns vor allem die Pavillions von außen angesehen, was auch sehr viel Soaß gemacht hat. Das Gelände ist riesig und wir sind acht Stunden lang nur rumgelaufen und sind fast nirgendwo zwei Mal vorbei gekommen und haben auch nur die eine (größere) Hälfte mit den Länderpavillions besichtigt. Sehr unterschiedlich Pavillions haben uns erwartet: Russland punktete beispielweise mit sehr aufwendigen Fassaden, die nachts künstlerisch beleuchtet wurden. Irland brachte sich mit einer sehr großen grünen Rasenfläche in den Vordergrund, während Großbritannien mit einem Igelpavillion in den Vordergrund stach. Der Pavillion unseres Landes hat mir design technisch am besten aufgrund seiner modernen Form gefallen. Mit deutschem Pass konnten wir die sehr lange Schlange umgehen und wurden direkt in den Pavillion geführt. Das war toll! Deutschland hat sich mit seinen Hauptindustrien und seinen Bundesländern präsentiert. Hamburg wurde vor allem durch die Hafencity dargestellt. Erfreut hat mich, dass ich meine Uni wiedergefuunden habe :) Durch das geplante Gebäude von Daniel Libeskind wurde ein Foto des geplanten Audimax gezeigt, welches für sein energieoptimiertes Bauen vom Bundesministerium ausgezeichnet wurde.
Abgeschlossen haben wir unseren EXPO-Besuch mit einer Bootsfahrt, die uns zum anderen Flussufer führte. Von dort ging es dann zurück nach Hause.
Der nächste Tag gestaltete sich durch die Besichtigung der riesen Einkaufsstraße Nanjing Road von Shanghai, welche direkt zum Bund führt, von dem die Skyline von Shanghai zu bewundern ist. Erst mussten wir für einen Platz an der Reling kämpfen, doch nach (nur!) 100 m Spaziergang auf der Promenade wurde es fast leer und es bestätigte sich mal wieder eine Eigenart der Chinesen bei Sehenswürdigkeiten: Mehr als 50 m werden nicht gelaufen. Also ein Tipp für alle, die je China besuchen sollten: Lauft immer einfach etwas weiter, es wird schnell sehr leer, obwohl man am Anfang dachte, bei den Massen überhaupt nichts zu sehen zu kriegen... Mit der Fähre ging es dann zur Skyline hin und hoch in den Jin Mao Tower, in dem sich im 86. Stock eine tolle Bar befindet. Mit Cocktails und Schokoladenfondue ließen wir den Abend dort ausklingen.
Der dritte Tag brachte uns ins Urban Planning Museum, um ein großes Stadtmodell von Shanghai zu bewundern und von dort dann weiter zur sogenannten French Concession zu laufen. Ein Viertel, welches viele europäische Bauten in sich birgt. Das Highlight hier ein Gang durch ein kleines, unauffälliges Tor, welches ein in ein Gassenlabyrinth mit tausend kleinen Geschäften und Restaurants führt. Eine tolle Atmosphäre!
Am vierten Tag ging es nach Qibao, einem Teil des alten Chinas mit den typisch alten Häusern, Brücken und Booten. Etwas zu touristisch aufgemacht meiner Meinung nach, aber trotzdem einen Besuch wert! Vorher hatten wir uns den People's Square angeschaut. Ein großer Platz in der Nähe der Nanjing Road, der von vielen Hochhäusern umringt ist. Auch ein Besuch im Yuyuan Garten durfte nicht fehlen. Sehr schön gestaltet, doch waren so viele Menschen vor Ort, dass keine Ruhe dort einkehrte. Selbst nicht, wenn man ans Ende des Garten ging ;)
Shanghai ist sehr anders als Peking. Erst einmal gibt es VIEL mehr Menschen dort und der Aufbau der Stadt ist komplett anders als der in Peking. So wie es in Deutschland auch typisch ist, gibt es in Peking ein großes Stadtzentrum. In Peking kann die verbotene Stadt als Herz von Peking gesehen werden, trotzdem stellt jedes Viertel sein eigenes Zentrum.
Was vielleicht auch noch erwähnenswert ist, ist die Auffälligkeit von Jan und mir im Doppelpack. Vor allem Jan mit blonden Haaren und wir beide mit blauen Augen sind derart aufgefallen, dass es mich irgendwann schon genervt hat, immer angestarrt zu werden. Wir wurden tausend Millionen Mal fotografiert, wir haben irgendwann aufgehört zu zählen. Irre! Vor allem ältere Menschen (die fast noch nie Westler gesehen haben) und die kleinen Kinder waren bei unserem Anblick schon fast verwirrt. Ein komisches Gefühl. Doch auch von den Generationen dazwischen wurde uns andauernd "Hello" und "Ni Hao" zugerufen. Man man man! Irgendwann war auch gut, aber wir sind bis zum Ende freundlich geblieben und haben uns bereitwillig fotografieren lassen. Die Chinesen freuen sich dann einfach immer so :) !
Fotos folgen jetzt alle auf einmal.

Leuphana Uni Lüneburg im Deutschlandpavillion auf der EXPO

"In" Hamburg

Der deutsche Pavillion

Skyline Shanghai

Skyline mit Jan und mir

People's Square

Nanjing Road

EXPO Maskottchen HAIBO und Anna :)

Yuyuan Garden

Qibao
Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder, um euch von fünf gemeinsamen Tagen mit Jan in Shanghai zu berichten.
Wir haben viel erlebt - wo also anfangen?
An unserem ersten Tag ging es zur EXPO, die noch bis Ende Oktober in Shanghai zu besuchen ist. Gigantisch trifft es wahrscheinlich am besten... Ein irre großes Gelände erwartete uns mit "nur" einer Besucherzahl von 450.000 Besuchern. Momentan sind über eine Million Besucher normal. Doch auch schon bei uns musste man für jeden Pavillion MINIMUN drei Stunden anstehen, meistens mehr. So haben wir uns vor allem die Pavillions von außen angesehen, was auch sehr viel Soaß gemacht hat. Das Gelände ist riesig und wir sind acht Stunden lang nur rumgelaufen und sind fast nirgendwo zwei Mal vorbei gekommen und haben auch nur die eine (größere) Hälfte mit den Länderpavillions besichtigt. Sehr unterschiedlich Pavillions haben uns erwartet: Russland punktete beispielweise mit sehr aufwendigen Fassaden, die nachts künstlerisch beleuchtet wurden. Irland brachte sich mit einer sehr großen grünen Rasenfläche in den Vordergrund, während Großbritannien mit einem Igelpavillion in den Vordergrund stach. Der Pavillion unseres Landes hat mir design technisch am besten aufgrund seiner modernen Form gefallen. Mit deutschem Pass konnten wir die sehr lange Schlange umgehen und wurden direkt in den Pavillion geführt. Das war toll! Deutschland hat sich mit seinen Hauptindustrien und seinen Bundesländern präsentiert. Hamburg wurde vor allem durch die Hafencity dargestellt. Erfreut hat mich, dass ich meine Uni wiedergefuunden habe :) Durch das geplante Gebäude von Daniel Libeskind wurde ein Foto des geplanten Audimax gezeigt, welches für sein energieoptimiertes Bauen vom Bundesministerium ausgezeichnet wurde.
Abgeschlossen haben wir unseren EXPO-Besuch mit einer Bootsfahrt, die uns zum anderen Flussufer führte. Von dort ging es dann zurück nach Hause.
Der nächste Tag gestaltete sich durch die Besichtigung der riesen Einkaufsstraße Nanjing Road von Shanghai, welche direkt zum Bund führt, von dem die Skyline von Shanghai zu bewundern ist. Erst mussten wir für einen Platz an der Reling kämpfen, doch nach (nur!) 100 m Spaziergang auf der Promenade wurde es fast leer und es bestätigte sich mal wieder eine Eigenart der Chinesen bei Sehenswürdigkeiten: Mehr als 50 m werden nicht gelaufen. Also ein Tipp für alle, die je China besuchen sollten: Lauft immer einfach etwas weiter, es wird schnell sehr leer, obwohl man am Anfang dachte, bei den Massen überhaupt nichts zu sehen zu kriegen... Mit der Fähre ging es dann zur Skyline hin und hoch in den Jin Mao Tower, in dem sich im 86. Stock eine tolle Bar befindet. Mit Cocktails und Schokoladenfondue ließen wir den Abend dort ausklingen.
Der dritte Tag brachte uns ins Urban Planning Museum, um ein großes Stadtmodell von Shanghai zu bewundern und von dort dann weiter zur sogenannten French Concession zu laufen. Ein Viertel, welches viele europäische Bauten in sich birgt. Das Highlight hier ein Gang durch ein kleines, unauffälliges Tor, welches ein in ein Gassenlabyrinth mit tausend kleinen Geschäften und Restaurants führt. Eine tolle Atmosphäre!
Am vierten Tag ging es nach Qibao, einem Teil des alten Chinas mit den typisch alten Häusern, Brücken und Booten. Etwas zu touristisch aufgemacht meiner Meinung nach, aber trotzdem einen Besuch wert! Vorher hatten wir uns den People's Square angeschaut. Ein großer Platz in der Nähe der Nanjing Road, der von vielen Hochhäusern umringt ist. Auch ein Besuch im Yuyuan Garten durfte nicht fehlen. Sehr schön gestaltet, doch waren so viele Menschen vor Ort, dass keine Ruhe dort einkehrte. Selbst nicht, wenn man ans Ende des Garten ging ;)
Shanghai ist sehr anders als Peking. Erst einmal gibt es VIEL mehr Menschen dort und der Aufbau der Stadt ist komplett anders als der in Peking. So wie es in Deutschland auch typisch ist, gibt es in Peking ein großes Stadtzentrum. In Peking kann die verbotene Stadt als Herz von Peking gesehen werden, trotzdem stellt jedes Viertel sein eigenes Zentrum.
Was vielleicht auch noch erwähnenswert ist, ist die Auffälligkeit von Jan und mir im Doppelpack. Vor allem Jan mit blonden Haaren und wir beide mit blauen Augen sind derart aufgefallen, dass es mich irgendwann schon genervt hat, immer angestarrt zu werden. Wir wurden tausend Millionen Mal fotografiert, wir haben irgendwann aufgehört zu zählen. Irre! Vor allem ältere Menschen (die fast noch nie Westler gesehen haben) und die kleinen Kinder waren bei unserem Anblick schon fast verwirrt. Ein komisches Gefühl. Doch auch von den Generationen dazwischen wurde uns andauernd "Hello" und "Ni Hao" zugerufen. Man man man! Irgendwann war auch gut, aber wir sind bis zum Ende freundlich geblieben und haben uns bereitwillig fotografieren lassen. Die Chinesen freuen sich dann einfach immer so :) !
Fotos folgen jetzt alle auf einmal.
Leuphana Uni Lüneburg im Deutschlandpavillion auf der EXPO
"In" Hamburg
Der deutsche Pavillion
Skyline Shanghai
Skyline mit Jan und mir
People's Square
Nanjing Road
EXPO Maskottchen HAIBO und Anna :)
Yuyuan Garden
Qibao
Mittwoch, 15. September 2010
Innere Mongolei: Steppe und Wüste
Dieser Trip war unglaublich!
Also, ganz von vorne: Wir sind am Freitag abend los zum Bahnhof und sind zehn Stunden im wirklich gemütlichen Schlafwagen gefahren. Vier Betten pro Abteil, bei uns acht Leuten also eine ideale Aufteilung, mit richtigen Decken und Kissen und alles sehr sauber. Fur 27 Euro pro Person kann man da wirklich nichts sagen.
Nach einer schlafreichen Nacht kamen wir um 7 Uhr morgens in Hohhot in der inneren Mongolei an. Dort wurden wir von zwei jungen Mongolen abgeholt, die uns nach kurzer Rast in ihrem Hostel in die Steppe gefahren haben. Und wenn ich sage IN die Steppe dann meine ich das auch - wir waren wirklich mitten drin!!
Diese Weite und Ruhe war unglaublich. Ein Brunnen 50 m vom mongolischen Zelt entfernt erlaubte einem klares, kaltes Brunnenwasser zu gewinnen, um sich zu waschen. Wasser und Essen wurden von der dort lebenden mongolischen Familie gestellt. Nach erstem Herumwandern ging es zu den mongolischen Pferden (in herrlichen Boots! Schaut euch das Foto von Ann Katrin und mir unten als Cowgirls an ;) ). Viele sind dort frei und wild herumgelaufen, echt schön! Die Pferde, die wir bekamen, waren natürlich dressiert, was auch gut war, da einige zum ersten Mal auf einem Pferd saßen. Eine Stunde ging es nun durch die Steppe auf dem Rücken eines braunen Pferdes, hauptsächlich im Schritt, manchmal im Trap und dann doch endlich auch einige Male im Galopp - ein E R L E B N I S !!
Mit weiteren Spaziergängen schließlich dem wunderschönen Sonnenuntergang entgegen ging es abend ins Zelt zum Schlafen. Alle acht haben im gleichen Zelt in einem Kreis unter großen Decken geschlafen, über einem das Zeltdach hinter dem sich ein sternenklarer Himmel verbarg. Wie schon auf der chinesischen Mauer war auch hier die Milchstraße zu sehen.
Früh um 5.30 Uhr ging es am nächsten Morgen weiter, weil sechs Stunden Fahrt in die Wüste vor uns lagen.
Ich habe versucht, das LIcht morgens im Foto einzufangen, aber es ist natürlich etwas ganz anderes um diese Zeit durch den noch nebligen Morgen mitten in der Steppe zum Brunnen zu laufen, kaltes Wasser heraufzuholen und sich so zu erfrischen und dann langsam bei Sonnenaufgang zurück zum Zelt zu laufen, das schafft kein Foto festzuhalten, es war toll!
Auf dem Weg in die Wüste sind wir in einen großen Stau gekommen. Mal wieder ein typisches Erlebnis für China: Stau bedeutet hier nicht Stop and Go, sondern einfach PARKEN. Ein LKW steht quer auf der Straße, die anderen lassen ihn nicht durch, nun gut dann wartet man halt bis sich das irgendwie irgendwann mal wieder von alleine auflöst. Motor aus, Kartenspiel raus und ab geht das warten. Irre! Wir hatten das Glück, dass die Polizei vor Ort den LKW rausgelotst hat und wir so nach schon 20 Minuten STEHEN wieder weiterfahren konnten.
Ab ging es also in die Wüste GOBI. Mit einer riesen, ruckeligen Sandraupe wurden wir in die Wüste hineingehfahren und ich musste wirklich erstmal realisieren, dass ich nun IN der Gobi Wüste stehe. Nur Sanddünen, stralender Sonnenschein und einfach nur Sand Sand Sand soweit das Auge reicht. Rauf ging es auf die Kamele, um eine Stunde durch die Dünen geführt zu werden. Zwischendurch gab es eine Pause, um Dünen herauslaufen yu können bevor es zurück zum Ausgangspunkt ging, wo wir aber auch noch eine Stunde hatten, um die Wüste auf uns wirken zu lassen. Wir waren leider nicht so weit in der Wüste drin, dass ich mich einmal um mich selbst drehen konnte und keine Zivilisation mehr gesehen habe (so war es in der Steppe!), aber ohne Umdrehen kam das Riesige der Wüste schon auf einen zu. Bedrückend war der Umgang mit den Kamelen, der wirklich an Tierquälerei grenzte. Das hat die Stimmung etwas verdorben... Wenn ich mir jetzt die Fotos anschaue, sehen die Kamele zufrieden aus, was einen starken Kontrast wirft zu dem was ich gesehen und vor allem aus den Mäulern der Kamele gehört habe. Diesen wirklich negativen Punkt ausgeblendet, war alles andere ein riesen großes tolles Erlebnis, das ich auf der gleichen Stufe wie den Trip zur Mauer und die Übernachtung auf der Mauer sehe.
Ich lade hier nun noch ein paar Fotos hoch. Ich denke, es ist selbsterklärend, was wo ist (Steppe oder Wüste). Klingt unbedingt auf die Bilder, vor allem die Panoramabilder rauf, dann werden sie in einem neuen Fenster größer geöffnet.
Zuletzt noch der Hinweis, dass ich die nächsten zwei Wochenenden arbeiten muss und so also nicht von großen Ausflügen berichten werden. Nächste Woche haben wir aber freie Tage in der Woche, vielleicht kommt es zu einem Tagesausflug. Sonst gibt es spätestens im Oktober wieder zu berichten, da ich die ersten zehn Tage mit Jan in Shanghai und auf Hainan (je fünf Tage) verbringen werde.
Liebe Grüße aus Beijing! Eure Anna











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Also, ganz von vorne: Wir sind am Freitag abend los zum Bahnhof und sind zehn Stunden im wirklich gemütlichen Schlafwagen gefahren. Vier Betten pro Abteil, bei uns acht Leuten also eine ideale Aufteilung, mit richtigen Decken und Kissen und alles sehr sauber. Fur 27 Euro pro Person kann man da wirklich nichts sagen.
Nach einer schlafreichen Nacht kamen wir um 7 Uhr morgens in Hohhot in der inneren Mongolei an. Dort wurden wir von zwei jungen Mongolen abgeholt, die uns nach kurzer Rast in ihrem Hostel in die Steppe gefahren haben. Und wenn ich sage IN die Steppe dann meine ich das auch - wir waren wirklich mitten drin!!
Diese Weite und Ruhe war unglaublich. Ein Brunnen 50 m vom mongolischen Zelt entfernt erlaubte einem klares, kaltes Brunnenwasser zu gewinnen, um sich zu waschen. Wasser und Essen wurden von der dort lebenden mongolischen Familie gestellt. Nach erstem Herumwandern ging es zu den mongolischen Pferden (in herrlichen Boots! Schaut euch das Foto von Ann Katrin und mir unten als Cowgirls an ;) ). Viele sind dort frei und wild herumgelaufen, echt schön! Die Pferde, die wir bekamen, waren natürlich dressiert, was auch gut war, da einige zum ersten Mal auf einem Pferd saßen. Eine Stunde ging es nun durch die Steppe auf dem Rücken eines braunen Pferdes, hauptsächlich im Schritt, manchmal im Trap und dann doch endlich auch einige Male im Galopp - ein E R L E B N I S !!
Mit weiteren Spaziergängen schließlich dem wunderschönen Sonnenuntergang entgegen ging es abend ins Zelt zum Schlafen. Alle acht haben im gleichen Zelt in einem Kreis unter großen Decken geschlafen, über einem das Zeltdach hinter dem sich ein sternenklarer Himmel verbarg. Wie schon auf der chinesischen Mauer war auch hier die Milchstraße zu sehen.
Früh um 5.30 Uhr ging es am nächsten Morgen weiter, weil sechs Stunden Fahrt in die Wüste vor uns lagen.
Ich habe versucht, das LIcht morgens im Foto einzufangen, aber es ist natürlich etwas ganz anderes um diese Zeit durch den noch nebligen Morgen mitten in der Steppe zum Brunnen zu laufen, kaltes Wasser heraufzuholen und sich so zu erfrischen und dann langsam bei Sonnenaufgang zurück zum Zelt zu laufen, das schafft kein Foto festzuhalten, es war toll!
Auf dem Weg in die Wüste sind wir in einen großen Stau gekommen. Mal wieder ein typisches Erlebnis für China: Stau bedeutet hier nicht Stop and Go, sondern einfach PARKEN. Ein LKW steht quer auf der Straße, die anderen lassen ihn nicht durch, nun gut dann wartet man halt bis sich das irgendwie irgendwann mal wieder von alleine auflöst. Motor aus, Kartenspiel raus und ab geht das warten. Irre! Wir hatten das Glück, dass die Polizei vor Ort den LKW rausgelotst hat und wir so nach schon 20 Minuten STEHEN wieder weiterfahren konnten.
Ab ging es also in die Wüste GOBI. Mit einer riesen, ruckeligen Sandraupe wurden wir in die Wüste hineingehfahren und ich musste wirklich erstmal realisieren, dass ich nun IN der Gobi Wüste stehe. Nur Sanddünen, stralender Sonnenschein und einfach nur Sand Sand Sand soweit das Auge reicht. Rauf ging es auf die Kamele, um eine Stunde durch die Dünen geführt zu werden. Zwischendurch gab es eine Pause, um Dünen herauslaufen yu können bevor es zurück zum Ausgangspunkt ging, wo wir aber auch noch eine Stunde hatten, um die Wüste auf uns wirken zu lassen. Wir waren leider nicht so weit in der Wüste drin, dass ich mich einmal um mich selbst drehen konnte und keine Zivilisation mehr gesehen habe (so war es in der Steppe!), aber ohne Umdrehen kam das Riesige der Wüste schon auf einen zu. Bedrückend war der Umgang mit den Kamelen, der wirklich an Tierquälerei grenzte. Das hat die Stimmung etwas verdorben... Wenn ich mir jetzt die Fotos anschaue, sehen die Kamele zufrieden aus, was einen starken Kontrast wirft zu dem was ich gesehen und vor allem aus den Mäulern der Kamele gehört habe. Diesen wirklich negativen Punkt ausgeblendet, war alles andere ein riesen großes tolles Erlebnis, das ich auf der gleichen Stufe wie den Trip zur Mauer und die Übernachtung auf der Mauer sehe.
Ich lade hier nun noch ein paar Fotos hoch. Ich denke, es ist selbsterklärend, was wo ist (Steppe oder Wüste). Klingt unbedingt auf die Bilder, vor allem die Panoramabilder rauf, dann werden sie in einem neuen Fenster größer geöffnet.
Zuletzt noch der Hinweis, dass ich die nächsten zwei Wochenenden arbeiten muss und so also nicht von großen Ausflügen berichten werden. Nächste Woche haben wir aber freie Tage in der Woche, vielleicht kommt es zu einem Tagesausflug. Sonst gibt es spätestens im Oktober wieder zu berichten, da ich die ersten zehn Tage mit Jan in Shanghai und auf Hainan (je fünf Tage) verbringen werde.
Liebe Grüße aus Beijing! Eure Anna

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Sonntag, 5. September 2010
Beihai-Park, Houhai und Jingshan Park - viel Grün und Wasser!
Ni hao!
Dieses Wochenende waren wir viel draußen und haben dieses Mal die Parks und Seen in der Mitte von Beijing entdeckt - ein Traum! Los ging es Samstag nachmittag mit U-Bahn und einstündigen Spaziergang quer durch Beijing bis zum Beihai-Park. Ein großer Park mit zwei Seen und viel Grün, umrundet von einer großen Mauer, so dass darin eine abgeschottete, ruhige Welt herrscht. Man kann auf einen Hügel zu einer "White Dagoba" mit einem kleinen Tempel aufsteigen, auf Bänken die Ruhe genießen oder ein Boot mieten.




Wir haben uns zu allererst für ein Eis entschieden :D

und haben dann mit dem kurzen Aufstieg bekommen. Die Sicht war in Ordnung, es gab etwas Smog, aber ein bisschen konnte man sehen. Oben angekommen sahen wir dann auch den sogenannten Kohlehügel, den wir uns für den Sonntag vornahmen, also später dazu mehr.

Verlässt man den Park später nördlich, gerät man in die Hutongs von Beijing-Mitte. Hutongs sind die Gebiete, in denen die normalen chinesischen Arbeiter wie Taxifahrer, Bauarbeiter etc. wohnen. Kleine betonierte graue Hütten mit Wasser und Strom, allerdings bezweifle ich, dass es dort eine Heizung gibt. Durch diese Gassen sind wir durchgelaufen und haben dort eine neues Bild von Beijing gewonnen, welches im Gegensatz zu den Wolkenkratzern in der City steht. Wir wurden freundlich akzeptiert und interessiert begutachtet, so dass beide Seiten Spannendes zu sehen hatten. Von dort ging es weiter nach Houhai, das anliege Viertel mit weiteren zwei Seen, an deren Ufern viele Restaurants und Bars sind. In der Nacht ist hier High Life und es ist ein toller Ort! Gute Stimmung, schöne Beleuchtung, Dachterrassen mit Blick auf die Seen - traumhaft! Die Fotos sind nicht optimal, geben aber einen Eindruck.


Um unseren Vorsatz vom Samstag einzuhalten, ging es am nächsten Tag in den Jingshan Park zum Kohlehügel. An sich hat man von dort einen fantastischen Blick über Beijing, aber aufgrund eines sehr smoghaltigen Tages sieht man leider nicht viel. Trotzdem ist die verbotene Stadt im Hintergund zu erkennen.

Von dort ging es zurück in den wunderbaren Park von Samstag - dieses Mal: Das andere Ufer entdecken und Boot fahren!


Sehr wenige Chinesen haben hier einen Garten oder gar einen Balkon, so kommt es, dass Familien, Paare und Freunde am Wochenende die Parks aufsuchen und dort gemeinsam ihre Zeit verbringen. Viele singen und tanzen und jeder darf mitmachen, so kam es einmal zu einen 100 (!!!)-stimmigen Chor. Eine tolle Atmosphäre! Außerdem stehen viele Bäume ähnlich wie Trauerweiden an den Ufern, die für die Chinesen als Symbol eines guten Parks stehen. Aus den Blättern binden die Chinesinnen Kränze, was meine liebe Freundin Ann Katrin hier auch gleich für uns ausprobiert hat :-)

Von singenden Chinesen begleitet ging es zum Bootsverleih, um eine Stunde auf dem See herumzuschippern und das Leben zu genießen...

Ich sag euch: Solltet ihr eines Tages im Frühling, Sommer oder Herbst in Beijing sein, dann schaut euch diese Parks an. Ich bin begegeistert von der dort herrschenden Ruhe und Natur mitten in der Stadt sowie vom geselligen Leben der Chinesen.
Nächstes Wochenende geht es in die Steppe und in die Wüste der inneren Mongolei!
Ich grüße euch alle herzlich! Eure Anna
Dieses Wochenende waren wir viel draußen und haben dieses Mal die Parks und Seen in der Mitte von Beijing entdeckt - ein Traum! Los ging es Samstag nachmittag mit U-Bahn und einstündigen Spaziergang quer durch Beijing bis zum Beihai-Park. Ein großer Park mit zwei Seen und viel Grün, umrundet von einer großen Mauer, so dass darin eine abgeschottete, ruhige Welt herrscht. Man kann auf einen Hügel zu einer "White Dagoba" mit einem kleinen Tempel aufsteigen, auf Bänken die Ruhe genießen oder ein Boot mieten.
Wir haben uns zu allererst für ein Eis entschieden :D
und haben dann mit dem kurzen Aufstieg bekommen. Die Sicht war in Ordnung, es gab etwas Smog, aber ein bisschen konnte man sehen. Oben angekommen sahen wir dann auch den sogenannten Kohlehügel, den wir uns für den Sonntag vornahmen, also später dazu mehr.
Verlässt man den Park später nördlich, gerät man in die Hutongs von Beijing-Mitte. Hutongs sind die Gebiete, in denen die normalen chinesischen Arbeiter wie Taxifahrer, Bauarbeiter etc. wohnen. Kleine betonierte graue Hütten mit Wasser und Strom, allerdings bezweifle ich, dass es dort eine Heizung gibt. Durch diese Gassen sind wir durchgelaufen und haben dort eine neues Bild von Beijing gewonnen, welches im Gegensatz zu den Wolkenkratzern in der City steht. Wir wurden freundlich akzeptiert und interessiert begutachtet, so dass beide Seiten Spannendes zu sehen hatten. Von dort ging es weiter nach Houhai, das anliege Viertel mit weiteren zwei Seen, an deren Ufern viele Restaurants und Bars sind. In der Nacht ist hier High Life und es ist ein toller Ort! Gute Stimmung, schöne Beleuchtung, Dachterrassen mit Blick auf die Seen - traumhaft! Die Fotos sind nicht optimal, geben aber einen Eindruck.
Um unseren Vorsatz vom Samstag einzuhalten, ging es am nächsten Tag in den Jingshan Park zum Kohlehügel. An sich hat man von dort einen fantastischen Blick über Beijing, aber aufgrund eines sehr smoghaltigen Tages sieht man leider nicht viel. Trotzdem ist die verbotene Stadt im Hintergund zu erkennen.
Von dort ging es zurück in den wunderbaren Park von Samstag - dieses Mal: Das andere Ufer entdecken und Boot fahren!
Sehr wenige Chinesen haben hier einen Garten oder gar einen Balkon, so kommt es, dass Familien, Paare und Freunde am Wochenende die Parks aufsuchen und dort gemeinsam ihre Zeit verbringen. Viele singen und tanzen und jeder darf mitmachen, so kam es einmal zu einen 100 (!!!)-stimmigen Chor. Eine tolle Atmosphäre! Außerdem stehen viele Bäume ähnlich wie Trauerweiden an den Ufern, die für die Chinesen als Symbol eines guten Parks stehen. Aus den Blättern binden die Chinesinnen Kränze, was meine liebe Freundin Ann Katrin hier auch gleich für uns ausprobiert hat :-)
Von singenden Chinesen begleitet ging es zum Bootsverleih, um eine Stunde auf dem See herumzuschippern und das Leben zu genießen...
Ich sag euch: Solltet ihr eines Tages im Frühling, Sommer oder Herbst in Beijing sein, dann schaut euch diese Parks an. Ich bin begegeistert von der dort herrschenden Ruhe und Natur mitten in der Stadt sowie vom geselligen Leben der Chinesen.
Nächstes Wochenende geht es in die Steppe und in die Wüste der inneren Mongolei!
Ich grüße euch alle herzlich! Eure Anna
Freitag, 3. September 2010
Lamatempel
Hallo ihr Lieben!
Hier nun endlich ein kurzer Bericht vom Ausflug letztes Wochenende: Wir haben uns den Lamatempel angeschaut. Es war das erste Mal, dass ich bei einer Sehenswuerdigkeit das Gefuehl hatte, dass die Chinesen und endlich mal nicht wir weißen Europäer im Vordergrund standen. Da der Lamatempel noch aktiv genutzt wird, haben die Chinesen überall gebetet und ich kam mir als Tourist schon komisch vor, so als ob ich sie stören würde. Die Chinesen haben aber einfach keinen der Touristen beachtet und so konnten wir ruhig daneben stehen und uns die Zeremonien anschauen.
Besonders beeindruckend war die Anzahl der Tempel, die es dort gab und ein Buddha, der mindestens 20 Meter (!!!) hoch war.


Ich hoffe, dass bei euch die Sonne scheint und grüße euch ganz herzlich aus dem weiten China.
Eure Anna
Hier nun endlich ein kurzer Bericht vom Ausflug letztes Wochenende: Wir haben uns den Lamatempel angeschaut. Es war das erste Mal, dass ich bei einer Sehenswuerdigkeit das Gefuehl hatte, dass die Chinesen und endlich mal nicht wir weißen Europäer im Vordergrund standen. Da der Lamatempel noch aktiv genutzt wird, haben die Chinesen überall gebetet und ich kam mir als Tourist schon komisch vor, so als ob ich sie stören würde. Die Chinesen haben aber einfach keinen der Touristen beachtet und so konnten wir ruhig daneben stehen und uns die Zeremonien anschauen.
Besonders beeindruckend war die Anzahl der Tempel, die es dort gab und ein Buddha, der mindestens 20 Meter (!!!) hoch war.
Ich hoffe, dass bei euch die Sonne scheint und grüße euch ganz herzlich aus dem weiten China.
Eure Anna
Dienstag, 24. August 2010
Olympiastadion und Sommerpalast
Sonntag morgen um 10 Uhr ging es mit den Fahrraedern los, 45 Minuten durch Beijing bis wir beim Olympia Stadion ankamen. Wenn man ein paar Regeln beachtet, kann man in Beijing gut Fahrrad fahren. Selbst auf achtspurigen Highways sind 3-4 Meter breite Fahrradwege vorhanden, so dass man dort gut und sicher fahren kann.
Wir hatten mal wieder ein riesen Glueck mit dem Wetter: Blauer Himmel und Sonnenschein. Ausserdem einigermassen frische Luft, da es am Tag zuvor viel geregnet hatte.
Begeistert vom „Vogelnest“, dem grossen Stadion, in dem Usain Bolt mehrere Weltrekorde 2008 gebrochen hatte, beschlossen wir, uns das Werk auch von innen anzuschauen. Vorher durfte aber ein Erinnerungsfoto nicht fehlen und es passierte, wie mittlerweile so oft, folgendes:
Ich stelle mich vor die Sehenswuerdigkeit, damit ein Foto von mir gemacht werden kann. Chinesische Touristen bemerken uns und hopp! wird deren Kind zu einem gestossen mit dem Zeichen, dass sie ein Foto machen wollen und wieder hopp! bin ich in einem weiteren Familienalbum verewigt. Die folgenden zwei Fotos zeigen es sehr gut.

Anna alleine vorm Stadion, das Kind wird schon zu mir geschubst, ich sehe es noch gar nicht.
Und einmal laecheln!
Und dann wieder alleine :-)
Im Stadion haben wir uns dann an deren Groesse erfreut und uns an der allgemein bekannten „Bolt-Siegerpose“ versucht (klickt auf's Panorama-Foto drauf, um es groß zu sehen).

Weiter ging es ueber das Olympiagelaende zum Watercube. Diesen kann man entweder fuer 5 Euro besichtigen oder fuer 20 Euro den darin nun aufgebauten Wasserpark besuchen. Wir haben ihn uns nur von aussen angesehen, da der Sommerpalast ja auch noch auf dem Plan stand.

Die Fahrraeder gut angeschlossen ging es weiter mit der U-Bahn zum Sommerpalast. Warum U-Bahn? Allein zum Olympiastadion sind es 10 km von unseren Wohnungen und es waeren noch mal 10 km bis zum Sommerpalast gewesen. 20 km durchzuhalten haben wir den Fahrraedern zugetraut, 40 km dann doch nicht, da es schon olle Gurken sind :-)
Also, weiter mit der U-Bahn und rein ins Prachtwerk. Vor allem Baeume und ein grosser See sind hier zu sehen, sowie die alten Haeuser. Es war schon dort herumzulaufen und alles auf sich wirken zu lassen – wenigstens etwas weg von der Stadt und in der Ruhe…




Mitten zwischen den Haeusern fand ich eine Frau, die chinesische Namen malte. Da ich seit kurzem Besitzerin von Visitenkarten bin, auf denen mein Name in Deutsch und Chinesisch steht, habe ich einen chinesischen Namen. Drei Zeichen, deren Bedeutung Ke An Na lautet. Also Ke fuer Krahnstoever und dann An+Na= Anna logischerweise.
So haengt mein Name jetzt in meinem Zimmer. Hier seht ihr ihn.
Nach Besichtigung des Sommerpalastes ging es mit der U-Bahn zurueck zum Olympiastadion, um die Fahrraeder zu holen.
Von dort, es war mittlerweile 19 Uhr, fuehrte unser Weg zu einem Peking Enten-Restaurant. Ich finde sie lecker, aber Flugentenbrust hat einfach mehr Geschmack… Trotzdem ist deren Zubereitung herrlich: Zwei duenne Scheiben Peking Ente, getunkt in dicke Soya-Sauce, gelegt in einen salzigen kleinen Pfannkuchen mit Gurke, eingerollt und ab in den Mund…
Erschoepft, aber gluecklich und zufrieden war ich um 22 Uhr zu Hause.
So, das war’s jetzt erstmal wieder von mir aus dem grossen Land China.
Ich hoffe, ihr bekommt ein bisschen Sonnenschein ab..
Liebe Gruesse, eure Anna
Wir hatten mal wieder ein riesen Glueck mit dem Wetter: Blauer Himmel und Sonnenschein. Ausserdem einigermassen frische Luft, da es am Tag zuvor viel geregnet hatte.
Begeistert vom „Vogelnest“, dem grossen Stadion, in dem Usain Bolt mehrere Weltrekorde 2008 gebrochen hatte, beschlossen wir, uns das Werk auch von innen anzuschauen. Vorher durfte aber ein Erinnerungsfoto nicht fehlen und es passierte, wie mittlerweile so oft, folgendes:
Ich stelle mich vor die Sehenswuerdigkeit, damit ein Foto von mir gemacht werden kann. Chinesische Touristen bemerken uns und hopp! wird deren Kind zu einem gestossen mit dem Zeichen, dass sie ein Foto machen wollen und wieder hopp! bin ich in einem weiteren Familienalbum verewigt. Die folgenden zwei Fotos zeigen es sehr gut.
Anna alleine vorm Stadion, das Kind wird schon zu mir geschubst, ich sehe es noch gar nicht.
Und einmal laecheln!
Und dann wieder alleine :-)
Im Stadion haben wir uns dann an deren Groesse erfreut und uns an der allgemein bekannten „Bolt-Siegerpose“ versucht (klickt auf's Panorama-Foto drauf, um es groß zu sehen).
Weiter ging es ueber das Olympiagelaende zum Watercube. Diesen kann man entweder fuer 5 Euro besichtigen oder fuer 20 Euro den darin nun aufgebauten Wasserpark besuchen. Wir haben ihn uns nur von aussen angesehen, da der Sommerpalast ja auch noch auf dem Plan stand.
Die Fahrraeder gut angeschlossen ging es weiter mit der U-Bahn zum Sommerpalast. Warum U-Bahn? Allein zum Olympiastadion sind es 10 km von unseren Wohnungen und es waeren noch mal 10 km bis zum Sommerpalast gewesen. 20 km durchzuhalten haben wir den Fahrraedern zugetraut, 40 km dann doch nicht, da es schon olle Gurken sind :-)
Also, weiter mit der U-Bahn und rein ins Prachtwerk. Vor allem Baeume und ein grosser See sind hier zu sehen, sowie die alten Haeuser. Es war schon dort herumzulaufen und alles auf sich wirken zu lassen – wenigstens etwas weg von der Stadt und in der Ruhe…
Mitten zwischen den Haeusern fand ich eine Frau, die chinesische Namen malte. Da ich seit kurzem Besitzerin von Visitenkarten bin, auf denen mein Name in Deutsch und Chinesisch steht, habe ich einen chinesischen Namen. Drei Zeichen, deren Bedeutung Ke An Na lautet. Also Ke fuer Krahnstoever und dann An+Na= Anna logischerweise.
So haengt mein Name jetzt in meinem Zimmer. Hier seht ihr ihn.
Nach Besichtigung des Sommerpalastes ging es mit der U-Bahn zurueck zum Olympiastadion, um die Fahrraeder zu holen.
Von dort, es war mittlerweile 19 Uhr, fuehrte unser Weg zu einem Peking Enten-Restaurant. Ich finde sie lecker, aber Flugentenbrust hat einfach mehr Geschmack… Trotzdem ist deren Zubereitung herrlich: Zwei duenne Scheiben Peking Ente, getunkt in dicke Soya-Sauce, gelegt in einen salzigen kleinen Pfannkuchen mit Gurke, eingerollt und ab in den Mund…
Erschoepft, aber gluecklich und zufrieden war ich um 22 Uhr zu Hause.
So, das war’s jetzt erstmal wieder von mir aus dem grossen Land China.
Ich hoffe, ihr bekommt ein bisschen Sonnenschein ab..
Liebe Gruesse, eure Anna
Sonntag, 15. August 2010
Wandern und SCHLAFEN auf der chinesischen Mauer
Dieses Wochenende haben wir einen unglaublichen Ausflug gemacht: Wir waren auf der chinesischen Mauer, sind dort gewandert und haben dort übernachtet - einfach toll! Am Samstag ging es los mit 30 Praktikanten in einem Bus und einem chinesischen Fahrer, von dem wir dachten, dass er nach 48-stündiger vorheriger Ankündigung des Ziels sich vielleicht ungefähr den Weg zu unserem Mauerabschnitt angeschaut hätte. Nach zehn Telefonaten, zwei U-Turns und drei Halten in kleinen Dörfern in den Bergen, um nach dem Weg zu fragen, haben wir nach vier Stunden Fahrt unser Ziel erreicht.

Ein Mauerabschnitt, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich, aber trotzdem restauriert ist. So waren außer uns nur drei andere Touristen auf dem gesamten Abschnitt der Mauer!
Um auf die Mauer hinaufzukommen, mussten wir einen Hügel an der Mauer entlang erklimmen und dann von dort per simpler, aber stabiler Leiter die Mauer erobern. Oben angekommen ging die Wanderung los.

Stralend blauer Himmel empfang uns, so dass wir eine fantastische Sicht hatte und gut wandern konnten. Das Gefühl, auf dieser riesen, großen, langen, weiten, unglaublich beeindruckenden Mauer langzuspazieren ist nicht in Worte zu fassen. Es war einach W U N D E R B A R!
Wir hatten teilweise sehr steile Mauerabschnitte, doch waren alle immer gut erklimmbar.

Bei weitem nicht der steilste Abschnitt, siehe nächstes Foto...

Der Turm, der ganz links oben auf dem folgenden Foto zu sehen ist, war unser Ziel.

Nach zwei Stunden Aufstieg hatten wir es geschafft, direkt zum Sonnenuntergang und der Ausblick war unglaublich. Ich befand mich mitten in den Bergen auf einem Turm der chinesischen Mauer bei klarem Sonnenuntergang - herrlich!

Die glückliche Anna direkt nach dem Aufstieg :-)
Auf dem Turm haben wir dann gemütlich gegrillt und den wunderbaren klaren Sternhimmel bewundert. Ich habe bis vor dem Einschlafen unter dem Sternenhimmel fünfzehn Sternschnuppen gesehen. Die Milchstraße war sehr gut erkennbar und die Sternen leuchtend hell. Ich habe noch nie so einen Sternenhimmel gesehen.
Ein kleiner Schreck wurde allen durch einen Skorpion versetzt, der auf einmal auf unserem Turm auftauchte. Es war nur ein kleiner Skorpion, trotzdem hatte keiner Lust gestochen zu werden... Letztendlich ist die Nacht aber gut verlaufen. Was will man mehr, wenn man mitten in den Bergen auf einem Turm der chinesischen Mauer liegt und in den wunderschönen Sternhimmel empor schaut?
Am Morgen sind wir dann mit der Sonne aufgestanden. Die Digicam hat ihr Bestes gegeben, um das schöne Licht einzufangen.

Danach begann dann der Abstieg zum Fahrer, der uns dieses Mal auf direktem Wege zurück gebracht hat.
Ich grüße euch alle ganz herzlich und bin begeistert von diesem Werk.
Alles Liebe, eure Anna
Ein Mauerabschnitt, der der Öffentlichkeit nicht zugänglich, aber trotzdem restauriert ist. So waren außer uns nur drei andere Touristen auf dem gesamten Abschnitt der Mauer!
Um auf die Mauer hinaufzukommen, mussten wir einen Hügel an der Mauer entlang erklimmen und dann von dort per simpler, aber stabiler Leiter die Mauer erobern. Oben angekommen ging die Wanderung los.
Stralend blauer Himmel empfang uns, so dass wir eine fantastische Sicht hatte und gut wandern konnten. Das Gefühl, auf dieser riesen, großen, langen, weiten, unglaublich beeindruckenden Mauer langzuspazieren ist nicht in Worte zu fassen. Es war einach W U N D E R B A R!
Wir hatten teilweise sehr steile Mauerabschnitte, doch waren alle immer gut erklimmbar.
Bei weitem nicht der steilste Abschnitt, siehe nächstes Foto...
Der Turm, der ganz links oben auf dem folgenden Foto zu sehen ist, war unser Ziel.
Nach zwei Stunden Aufstieg hatten wir es geschafft, direkt zum Sonnenuntergang und der Ausblick war unglaublich. Ich befand mich mitten in den Bergen auf einem Turm der chinesischen Mauer bei klarem Sonnenuntergang - herrlich!
Die glückliche Anna direkt nach dem Aufstieg :-)
Auf dem Turm haben wir dann gemütlich gegrillt und den wunderbaren klaren Sternhimmel bewundert. Ich habe bis vor dem Einschlafen unter dem Sternenhimmel fünfzehn Sternschnuppen gesehen. Die Milchstraße war sehr gut erkennbar und die Sternen leuchtend hell. Ich habe noch nie so einen Sternenhimmel gesehen.
Ein kleiner Schreck wurde allen durch einen Skorpion versetzt, der auf einmal auf unserem Turm auftauchte. Es war nur ein kleiner Skorpion, trotzdem hatte keiner Lust gestochen zu werden... Letztendlich ist die Nacht aber gut verlaufen. Was will man mehr, wenn man mitten in den Bergen auf einem Turm der chinesischen Mauer liegt und in den wunderschönen Sternhimmel empor schaut?
Am Morgen sind wir dann mit der Sonne aufgestanden. Die Digicam hat ihr Bestes gegeben, um das schöne Licht einzufangen.
Danach begann dann der Abstieg zum Fahrer, der uns dieses Mal auf direktem Wege zurück gebracht hat.
Ich grüße euch alle ganz herzlich und bin begeistert von diesem Werk.
Alles Liebe, eure Anna
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